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Hotel-Newsroom

PR Blogger: Social Media in der Hotellerie

Unser Geschäftsbereich - das Hotel Domspitzen - als Best Practice Beispiel.

Amplifyd from klauseck.typepad.com
5. An die Integration von Social Media auf die eigene Website denken

Leider verzetteln sich viele Unternehmen beim Social Media Einsatz und machen mal hier und dort etwas. Ein Hotel, dass den Ansatz von Online Reputation durch Social Media konsequent durchdacht und für sich umgesetzt hat, ist ein kleineres Hotel in der Kölner Innenstadt. Zu seinen aktiven Kanälen gehören Twitter, Facebook, Flickr, Mr. Wong, ein Blog sowie die “Social Media Bütt”- der Hoteleigene Newsroom. Alle Tools finden auf der Homepage Präsenz.

Domspitzen HP

Ein kreatives Feature, um die positive Mundpropaganda zu unterstützen, ist die Domspitzen-Variante von “Pay With A Tweet“. Wer diese Funktion nutzt und darüber etwas über das Hotel twittert, bekommt einen Gutschein für ein Kölsch zum Download bereitgestellt, den der Nutzer bei einem Besuch einlösen kann. Mit einer solchen Aktion wird zudem der Spagat zwischen online und offline meisterhaft genommen.

Pay with a Tweet
Als ich über diese Aktion getwittert habe, reagierte das Hotel prompt, wie der nachfolgende Dialog zeigt:
Mein twitter bier
Tweet for Kölsch Response
Geschicktes Monitoring erlaubt dem Hotel mit potentiellen Kunden in Kontakt zu treten und zu beweisen, dass man wirklich um seine Gäste bemüht ist.
Ernstgenommen
Der Dialog mit den Stakeholdern wird nicht auf Twitter und Facebook beschränkt- auch in den Bewertungsportalen zeigt das Hotel Präsenz und reagiert auf Kommentare.
Bewertung Dialog

Die positiven Bewertungen werden zudem über weitere Social Media-Kanäle kommuniziert:

Bewertung B
Bewertung Twitter
Eine schöne Idee, um die Gäste mit Hilfe von Social Media langfristig an das Hotel zu binden, ist die folgende Aktion: über die WLAN Startseite des Hauses werden Gäste dazu aufgefordert Fan der Facebook-Seite zu werden. Schreiben sie dann “Ich bin ein Fan! Gib mir meinen Fanrabatt!”, bekommen sie einen Rabatt für ihren Aufenthalt gewährt.
Fanrabatt Domspitzen
All das sind Beispiele dafür, wie auch kleinere Hotelbetriebe Social Media für Reputations- und Marketingzwecke einsetzen können.Read more at klauseck.typepad.com
 

Was bedeuten die neuen Facebook Pages Richtlinien für Hotels?

Der Hotel Newsroom zeigt auf, was die neuen Facebook Pages Richtlinien für Hotels bedeuten…

Amplifyd from www.hotel-newsroom.de

Bereits vorletzte Woche hat Facebook die Richtlinien für Facebook Pages geändert. Die Änderungen betreffen insbesondere die “leichte Lesbarkeit”:

Standardisierte Großschreibung
Seitennamen müssen richtige, grammatikalisch korrekte Großschreibung verwenden. Sie dürfen keine überflüssige Großschreibung oder ausschließlich Großbuchstaben enthalten.

Schlichter Text
Seitennamen dürfen keine Symbole wie “!”, “®” oder “TM” enthalten. Sie müssen logische und richtige Satzzeichen enthalten. Wiederholte und unnötige Satzzeichen sind nicht gestattet.

Präzise Namen
Seitennamen dürfen keine Slogans, überflüssige Beschreibungen oder unnötige Qualifikatoren – wie zum Beispiel “offiziell” – enthalten. Kampagnennamen und regionale oder demografische Qualifikatoren sind hingegen zulässig (z.B. Nike Fußball Spanien).

Außerdem dürfen Seitennamen nicht nur aus der allgemeinen Bezeichnung für die Kategorie eines Produkts oder einer Dienstleistung bestehen. Wenn Seiten Namen haben, die sich lediglich auf allgemeine Kategorien beziehen (z. B. “Schwarzwald” anstelle von “Hotel Schwarzwald”), können die administrativen Rechte automatisch entzogen werden, d.h. die Page wird zur Community Page umgewandelt.

(Wie facebookbiz berichtet, soll in Zukunft bereits beim Anlegen einer Seite überprüft werden, ob diese Kriterien erfüllt werden.)

Was bedeuten diese Änderungen nun für Hotels?

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Facebook Social Plugins benötigen einen Datenschutzhinweis

Der Hotel Newsroom gibt Tipps für Webseitenbetreiber, wie Sie sich beim Einbau der Facebook Social Plugins vor einer Ordnungswidrigkeit gegen das Telemediengesetz schützen können.

Amplifyd from www.hotel-newsroom.de

Facebook verzeichnet über 400 Mio. aktive Nutzer. Wir verbringen mittlerweile über 500 Billionen Minuten pro Monat auf Facebook. Mehr als 1 Million Webseiten haben bereits Facebook Social Plugins eingebunden, über 150 Millionen Internetuser agieren mit Facebook über diese externen Seiten – Monat für Monat. Diese Zahlen zeigen, wie groß die Reichweite von Facebook ist und dass das Teilen von Informationen über die Social Plugins immer interessanter wird – auch hinsichtlich der erweiterten Ergebnisse in Facebook (Facebook bindet Suchergebnisse externer Websites ein, die die Social Plugins implementiert haben). Doch angesichts der aktuellen Diskussion um Datenschutz und Privatsphäre ist Facebook gerade für die Internetuser, die Facebook nicht oder nur sehr wenig nutzen ein heikles Thema geworden.

Mit Hilfe der Social Plugins von Facebook können Internetuser z.B. News mit ihren Freunden teilen, Blogbeiträge kommentieren und ihr Kommentar direkt im eigenen Newsstream in Facebook anzeigen lassen. Weitere Möglichkeiten der Social Plugins sind das Sympathisieren mit Facebook Seiten über den “gefällt mir” Button, andere Plugins wiederum zeigen z.B. an, welche der eigenen Freunde ebenfalls mit der entsprechenden Website verbunden sind. All diese Aktionen geben, im eingeloggten Zustand, Informationen an Facebook weiter.

Technisch gesehen funktionieren Facebook Social Plugins nach dem iFrame-Prinzip, d.h. dass der einzelne Webseitenbetreiber keine Einsicht in die Daten erhält, die der Internetuser durch das Social Plugin mit Facebook austauscht.

Und genau hier liegt der Datenschutzhund begraben!

Laut §13 (1) TMG “hat ein Diensteanbieter den Nutzer zu Beginn des Nutzungsvorgangs über Art, Umfang und Zwecke der Erhebung und Verwendung personenbezogener Daten sowie über die Verarbeitung seiner Daten in Staaten außerhalb des Anwendungsbereichs der Richtlinie 95/46/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 24. Oktober 1995 zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten und zum freien Datenverkehr (ABl. EG Nr. L 281 S. 31) in allgemein verständlicher Form zu unterrichten.”

Auch wenn der Webseitenbetreiber keine Einsicht in den Datentransfer zwischen Internetuser und Facebook hat und er auch nicht weiß, wann welcher Internetuser seine Seite besucht bzw. wann wer welches Social Plugin verwendet, der Webseitenbetreiber hat aber durch den Einbau der Social Plugins den Datenaustausch angestoßen.

Ein Verstoß gegen die Hinweispflicht des §13 TMG ist laut §16 (2) Nr. 2 TMG eine Ordnungswidrigkeit und kann laut §16 (3) TMG mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 Euro geahndet werden.

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YouTube Videos in Google Buzz teilen

Amplifyd from www.hotel-newsroom.de

YouTube hat die Share Funktionen erweitert. Videos lassen sich jetzt direkt in Google Buzz teilen.

Das geht zum Einen über den ‘Weiterleiten’ Button direkt unter dem Video. YouTube User mit eigenem Channel können Google Buzz jetzt aber auch zum Autosharing hinzufügen. Dazu geht man bei YouTube in die eigenen Kontoeinstellungen und geht dann wie folgt vor:

(1) Oben rechts bei Benutzername auf ‘Konto’ klicken.

(2) Dann im Menü links ‘Freigabe von Aktivitäten’.

(3) Hier kann nun eingestellt werden, welche Aktivitäten an welche Netzwerke automatisch weitergeleitet werden. Einfach hinter dem gewünschten  Netzwerk auf ‘Konten verbinden’ klicken und den Anweisungen bzgl. Benutzername & Passwort folgen.Read more at www.hotel-newsroom.de
 

Facebook verbessert das Taggen von Fotos

Bei täglich 100 Mio. neuen Fotos auf Facebook gibt’s eine Menge zu taggen…

Amplifyd from www.hotel-newsroom.de
99% der Facebook User haben mindestens ein Foto bei Facebook hochgeladen. Mehr als 100 Mio. Fotos werden täglich hochgeladen. Fotos sind shareable content. 1 Foto sagt mehr als 1.000 Worte. Nicht verwunderlich also, dass Facebook sich diesem Content annimmt und nachbessert.

Begonnen hat das Netzwerk nun damit, das Taggen von Fotos zu vereinfachen. So kann der User in Zukunft mit nur wenigen Klicks Fotos taggen. Der uns allen bekannte rechteckige Rahmen wird sofort angezeigt, Freund auswählen, taggen, Fertig! Die Technik, die dahinter steckt, ähnelt der in Digitalkameras steckenden Gesichtserkennung. Das Ganze befindet sich aktuell noch im Test, so dass erst nach und nach alle Facebook User in den Genuss des neuen Taggings kommen werden.

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Facebook Gruppe löschen

Eine Facebook Gruppe zu löschen kann zur tagesfüllenden Aufgabe werden…

Amplifyd from www.hotel-newsroom.de

Jeder, der bereits Administrator einer Facebook Seite ist, weiß wie einfach es ist, eine Facebook Seite zu löschen. Leider ist dies bei Facebook Gruppen nicht der Fall. Im schlimmsten Fall müssen Sie 5.002 mal klicken, bis eine Facebook Gruppe gelöscht ist. Aber alles der Reihe nach:

  1. Klicken Sie auf Ihrer persönlichen Facebook Startseite im linken Menü auf den Punkt “Gruppen”
  2. Klicken Sie auf der Gruppen Startseite im linken Menü auf den Punkt “Mitglieder bearbeiten” (unter dem Gruppenbild)
  3. Nun muss jedes Gruppenmitglied einzeln gelöscht werden – JA! JEDES Mitglied einzeln. Facebook bietet hier keine Möglichkeit, mehrere Mitglieder gleichzeitig zu löschen.
  4. Wenn alle Gruppenmitglieder gelöscht wurden, dann müssen Sie sich selbst auch noch löschen. ABER ACHTUNG: Dies dürfen Sie keinesfalls vorher tun. Erst wenn wirklich alle Gruppenmitglieder entfernt wurden, dürfen Sie sich selbst als Gruppenadministrator entfernen. Tun Sie das vorher, wird anderen Gruppenmitgliedern die Administration angeboten.
  5. Sobald alle Gruppenmitglieder (inklusive Ihnen) entfernt wurden, wird die Gruppe von Facebook gelöscht, da sie keine Mitglieder mehr hat.
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Social-Media-Werbung im Trend

Mehr Budgets für Netzwerk-Aktivitäten

Amplifyd from www.internetworld.de
istock/Kronick)

Onlinewerbung im Social-Media-Umfeld wird 2010 weiter zunehmen. Über 80 Prozent der Teilnehmer einer BVDW-Umfrage sehen eine Erhöhung der Budgets in diesem Jahr.

Über 60 Prozent der knapp 200 befragten Mitarbeiter aus Unternehmen der digitalen Wirtschaft haben für ihre Kunden bereits in den Bereichen PR und Markenkommunikation Social-Media-Aktivitäten durchgeführt. Auf Platz zwei rangiert der Bereich Kundenbetreuung, auf Position drei Vertrieb/Sales (siehe Grafik). Der Großteil der Ansprechpartner für Social Media-Aktivitäten stammt aus den Bereichen Markenkommunikation, PR sowie aus dem Vertrieb.

Dementsprechend wird den Bereichen PR und Markenkommunikation in den nächsten zwölf Monaten auch die größte Bedeutung für Aktivitäten in sozialen Netzwerken zugesprochen. Dafür planen die Werbungtreibenden in den Bereichen Vertrieb und Produktmanagement aktuell die meisten Maßnahmen für ihre Kunden.

Social-Media-Aktivitäten

Hinsichtlich der Entwicklung der Werbebudgets von Kunden in 2010 prognostizieren acht von zehn Befragten eine Verbesserung für Online-Werbung auf Social-Media-Umfeldern voraus. Auch für die Bereiche Onlinewerbung gesamt und - sowie Mobilewerbung wird mit einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr gerechnet.

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Facebookst Du schon oder Googelst Du noch?

Amplifyd from www.zweipunktnull.org

Nein, Booshaka ist kein Nationalgericht eines in Finanznöte geratenen EU-Landes, auch wenn man es auf Anhieb denken möchte. Stattdessen haben wir es hier mit den ersten Früchten der jüngsten Facebook-Entwicklungen (OpenGraph API) zu tun. Booshaka ist eine Suchmaschine. Allerdings nicht diese Art Suchmaschine, die den x-ten Google-Aufguss bietet, oder den vermeintlich clevereren Such-Algorithmus. Statt das komplette Netz abzugrasen, bedient sich Booshaka in Echtzeit “nur” bei den öffentlich zugänglichen Facebook-Status-Updates. Die Jungs von Booshaka umschreiben es selbst wie folgt:

Booshaka is What Happens when Facebook, Google and Twitter have a Baby

Wenn man heute Facebook sagt, kommt man nicht umhin, auch über Sicherheit und/oder Privatsphäre zu reden. Booshaka beweist eindrucksvoll, dass es nicht nur Sinn macht, sich mit seinen Privatsphäre-Einstellungen auseinander zu setzen, sondern sogar unerlässlich ist, wie die Suche nach bestimmten Keywords zeigt:

booshakabesoffen

Da ich diese Resultate nicht von der Facebook-Seite, sondern von einer öffentlichen Suche habe, bin ich noch nicht mal mehr sicher, ob ich in Zukunft überhaupt Namen und Gesichter unkenntlich machen muss. Exakt das ist nämlich die Crux: Schön und gut, wenn man mit Facebook einen Schuldigen ausgemacht haben will, der unsere Privatsphäre mit Füßen tritt, aber auf der anderen Seite sind viel zu viele Menschen noch nicht annähernd dafür sensibilisiert, dass “public” nicht den Freundes- und Bekanntenkreis meint, sondern die ganze Welt. Noch ein Beispiel? Beim Suchwort “Saufen” erscheint u.a. diese Meldung:

booshakabesoffen2

Davon abgesehen, dass es appetitlichere Statusmeldungen gibt, ist mir bei diesem Kameraden aufgefallen, dass er – wie viele andere eben auch – sein Profil so konfiguriert hat, dass man es als Fremder nicht komplett einsehen kann. Schön und gut, dass er scheinbar weiß, dass man bestimmte Punkte vor der Öffentlichkeit verbergen kann – weniger schön, dass Statements wie das obige dennoch für die ganze Welt verfügbar sind. Wenn ihr euch die Mühe machen wollt, selbst mal nach ihm zu suchen via Booshaka, werdet ihr auf seinem Profil übrigens feststellen, dass er für die Sparkasse arbeitet. Möchte wetten, dass weder Kunden noch Filial-Leiter very amused sind, wenn sie über eine solche Statusmeldung stolpern.

Laut eigenen Aussagen der Programmierer ist die Suchmaschine binnen eines Tages zusammengeklöppelt worden. Wenn sich das Team weiter in die Facebook-API reinarbeitet, wird sich eine überarbeitete Version Booshakas vermutlich nicht damit zufrieden geben, nur nach Statusmeldungen zu suchen, sondern dann auch nach Personen, Gruppen, etc – was die API halt hergibt. 

Facebooken statt Googeln?

Lassen wir die Nachlässigkeit – bzw das nicht-informiert-sein – einzelner User mal außen vor, ist der Booshaka-Mannschaft mit dieser Suchmaschine allerdings etwas gelungen, was aktuell vielleicht nur das Prädikat “nett” verdient, über kurz oder lang aber selbst Google gefährlich werden könnte. Ich möchte nämlich wetten, dass solche Dienste nun bald wie Pilze aus dem Boden schießen werden und man sich irgendwann die Frage stellen wird, welche Such-Philosophie man verfolgen möchte: Will ich Google nach Produkt X fragen und erhalte als Ergebnis unzählige kommerzielle Links und Verweise auf Seiten, die dieses Produkt betreffen könnten, oder frage ich lieber bei Facebook – und somit bei meinen Freunden und Bekannten – nach dem selben Produkt und erhalte Ergebnisse, mit denen ich vermutlich mehr anfangen kann? 

Relevanz ist eine heimliche und nicht wirklich zu greifende Währung im Netz. Drei gute Freunde, die mir Produkt X empfehlen, zählen für mich wesentlich mehr als 500 austauschbare Produktbeschreibungen im Netz. Durchsuche ich nun also meine Kontakte nach einem Artikel, haben deren Meinungen voraussichtlich viel höheres Gewicht für mich, als das meiste von dem, was mir Google bieten kann. 

Meine persönliche Einschätzung spiegelt wie so oft in letzter Zeit beide Medaillen wider: Die Entwicklung an sich finde ich großartig – das gilt für Facebook und seine Möglichkeiten im allgemeinen und Booshaka im speziellen. Andererseits werden wir vermutlich noch Jahre damit verbringen, auf die Gefahren dieser ungewohnten Öffentlichkeit hinzuweisen. Ich glaube, Mark Zuckerberg hat keine neue Definition von Privatsphäre gefunden, sondern die Entwicklung einfach sehr realistisch eingeschätzt. 

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Twitter ist kein soziales Netzwerk

Amplifyd from faz-community.faz.net
Twitter ist eher ein Medium zur Verbreitung von Nachrichten als ein soziales Netzwerk. 54 Prozent der verbreiteten Themen sind Nachrichten. Zu diesem Ergebnis kommt eine wissenschaftliche Studie am koreanischen Forschungszentrum Kaist. (PDF) Jeder Nutzer entscheide individuell, ob eine Information wichtig oder relevant ist und leite sie daher per Retweet weiter. Zusammengefasst determinieren diese individuellen Retweet-Entscheidungen die Bedeutung der ursprünglichen Information. “Wir beobachten gerade das Entstehen einer kollektiven Intelligenz”, folgern die Informatiker Haewoon Kwak, Changhyun Lee, Hosung Park und Sue Moon, die über mehrere Monate alle Kurznachrichten auf Twitter und das Verhältnis der Twitterer untereinander untersucht haben . „Unsere Resultate bestätigen die Rolle von Twitter als Medium für Nachrichten”, lautet ihr Fazit. Da sich nur 22 Prozent der Twitterer gegenseitig folgen, könne nicht von einem sozialen Netzwerk gesprochen werden.

Der Einfluss eines Twitter-Nutzers hat nach dieser Untersuchung nur wenig mit der Zahl seiner Follower zu tun. Wird als Kriterium des Einflusses eines Twitterers die Zahl der Retweets seiner 140-Zeichen-Botschaften herangezogen, dann liegen nicht mehr Prominente wie Ashton Kutcher oder Britney Spears vorne, sondern eher Nachrichtenmedien wie CNN und die New York Times oder bekannte Blogs wie Mashable oder Techcrunch. 

Die Ergebnisse im Detail: 

1. Das Verhältnis zwischen Followern und Tweets

Twitterer mit weniger als 10 Followern twittern faktisch gar nicht (grün = Median). Die Tweet-Zahl ist bei Twitterern mit 100 bis 1000 Followern relativ konstant. Erst bei Twitterern mit mehr als 5000 Followern zeigt sich ein beachtlicher Ausschlag. Das heißt, bei vielen dieser Twitterer geht die Zahl der Tweets deutlich nach oben. Sie werden von den Autoren Super-Hubs genannt. Das sind dann die oft die Newsseiten wie CNN, New York Times oder die bekannten Blogs.

2. Ranking der Twitterer nach Retweets

Wird ein Ranking der Twitterer auf der Basis der Retweets aufgestellt, fallen viele Promis wie @britneyspears, @oprah, @BarackObama, @THE_REAL_SHAQ oder @mrskutcher aus den Top-20 heraus. Dafür rücken die Nachrichtenangebote nach vorne. Unter den Top-20 befinden sich dann Accounts wie @mashable, @BreakingNews, @tweetmeme, @cnnbrk, @Techcrunch, @nytimes, @espn und @huffingtonpost. Auffällig: Das Ranking nach Retweets zeigt viele “alternative” Medien auf den vorderen Plätzen. Nur wenige klassische Medien wie CNN und die New York Times schaffen es bei diesem Kriterium in die Spitzengruppe.

3. Ranking der Themen nach Retweets

Die Wissenschaftler haben die 4262 Trending Topics nach der Zahl der Retweets dieser Themen sortiert. Ergebnis: Mit Ausnahme von 2 Themen waren unter den Top-20-Themen nur Nachrichten, die zum Zeitpunkt der Untersuchung vorwiegend um den Iran, aber auch die amerikanische Politik drehten. Von den untersuchten 41 Millionen Twitterern waren 8,3 Millionen an den Trending Topics beteiligt, haben also die Information entweder selbst getwittert oder weitergeleitet. Davon waren wiederum 15 Prozent an mehr als 10 Trending Topics beteiligt. Das sind dann die Nachrichtenmultuplikatoren auf Twitter, die eine wichtige Rolle für die Nachrichtenverbreitung auf Twitter einnehmen. 

4. Zeitliche Analyse der Retweets
Die Analyse der Zeitdifferenz zwischen Tweet und Retweet zeigt, dass 35 Prozent der Retweets innerhalb der ersten 10 Minuten erfolgen. Die Hälfte aller Retweets erfolgt innerhalb der ersten Stunde nach dem Ursprungstweet und 75 Prozent der Retweets geschehen innerhalb eines Tages und immerhin 10 Prozent noch einen Monat später.
5. Retweet-Bäume

In “Retweet-Bäumen” haben die Wissenschaftler visualisiert, wie weit und wie tief sich Informationen verbreitet. Der folgende Retweet-Baum zeigt, wie sich die Nachricht des Absturzes des Air-France-Flugzeugs im vergangenen Jahr auf Twitter verbreitet hat (der untere Teil mit vielen Tweets, die nur einmal retweetet wurden, ist hier nicht mit abgebildet). Es gibt also einige Zentren der Informationsverbreitung, aber auch viele Verbreitungsansätze, die nach einem oder zwei Retweets enden.

6. Degree of Separation

“Jeder ist mit jedem über sechs Ecken verbunden”. Dieser Satz, der auf Stanley Milgram’s “six degrees of separation” Experiment basiert, beschreibt den Grad der Vernetzung in sozialen Netzwerken. Da sich auf Twitter nur 22 Prozent der Nutzer gegenseitig folgen, sollten eigentlich mehr “Ecken” notwendig ist, bis alle mit allen vernetzt sind. Umso überraschender ist daher das Ergebnis, dass die durchschnittliche Pfadlänge zwischen zwei Menschen auf Twitter nur 4,12 beträgt. Für die Wissenschaftlicher ist dieser geringe Wert ein klares Indiz für die These, dass Menschen anderen Menschen auf Twitter nicht wegen des Netzwerkens, sondern wegen der Informationen folgen.   

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Soziale Netzwerke sterben - das Social Web nicht

Amplifyd from www.socialmedia-blog.de

Mit der werblichen Nutzung der Social Networks von Drittanbietern nehmen Unternehmen Risiken in Kauf. Was passiert wenn eine Plattform untergeht? Die Netzwerke unterliegen einem ständigen Wandel – aber die Community bleibt. Unternehmen sollten auf mehreren Beinen stehen – wenn sie ihre Community erhalten wollen.

Die Bedeutung der Plattformen im Social Web ist Trends unterworfen, die im Laufe der Zeit einzelne Netzwerke wachsen und wieder schrumpfen lassen. Als Beispiel für die Wettbewerbsverhältnisse auf dem deutschen Markt könnte hier die VZ-Gruppe des Holtzbrinck Verlags und das US-Unternehmen Facebook stehen. Facebook wuchs in den vergangenen Monaten auf weltweit über 400 Millionen aktive Nutzer an. Und auch in Deutschland legt Facebook zu und erreicht mittlerweile 8,5 Millionen Nutzer. Facebook Deutschland entwickelt sich mit moderaten zweistelligen Zuwachsraten. Aus der Erfahrung in anderen Ländern erwartet Facebook aber nach einem linearen Wachstum ein exponentieller Anstieg neuer Mitglieder. Dieses ist in Deutschland bisher nicht eingetreten. Grund dafür ist vermutlich die bisherige Marktmacht der nationalen sozialen Netzwerke der VZ-Gruppe (StudiVZ, MeinVZ, SchülerVZ).

Die Mitgliederzahlen Sozialer Netzwerke steigen mit dem Grad der Vernetzung, das Wachstum hängt also häufig mit der Angst der Zielgruppe zusammen, etwas im persönlichen Umfeld zu verpassen. Gleichzeitig schwindet der Nutzen sozialer Netzwerke, deren Mitgliederzahlen und Nutzungshäufigkeit sich verringert. In beide Richtung geht es meist in rasanter Geschwindigkeit.

Zwischen Netzwerken besteht ein Verdrängungswettbewerb um Marktanteile, der vom Innovationsgrad, der Usability und dem gelieferten Nutzen abhängt. Dadurch lässt sich der Markt der sozialen Netzwerke nur für einen kurzen Zeitraum voraussehen und keine langfristigen Prognosen treffen.

Gründe für die Vergänglichkeit von sozialen Netzwerken und Plattformen:

• Wettbewerbssituation der Plattformen untereinander
• Innovationgrad und Neuentwicklungen
• Gesellschaftliche Veränderungen und externe Faktoren (z.B. Datenschutzbestimmungen)

Die Plattformen sind also unbeständig, die Art der Social Media Kommunikation aber beständig. Als Schlussfolgerung daraus lässt sich ableiten, dass das Social Media Management einem permanenten Lern- und Anpassungsprozess unterliegt. Neue Plattformen bedeuten neue Funktionen und Verwendungsmöglichkeiten, die immer wieder neu gelernt werden müssen.

Um nicht auf Irrwege innerhalb des Social Media Marketings zu geraten sollten sich Unternehmen nicht zu sehr auf eine Plattform konzentrieren. Dies verbietet zum einen die Theorie der integrierten Kommunikation, als auch die Erkenntnis, dass einzelne soziale Netzwerke einem Lebenszyklus unterworfen sind. Zum anderen lassen sich Beziehungen zu den Meinungsführern auch auf mehreren Kanälen festigen, um Risiken zu minimieren – achten Sie auf Ihr Portfolio!Read more at www.socialmedia-blog.de
 

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